... newer stories
Freitag, 14. Mai 2010
Martin Mosebach, Die schöne Gewohnheit zu leben. Eine italienische Reise.
lysander berlin, 22:45h
Der kleine Band versammelt eine Reihe von Erzählungen und Notaten über Italien.
Das Land der Sehnsucht, nicht erst seit Mignons wunderbaren Versen, erscheint hier aus anderer Perspektive. Die Augen der Liebe sehen schärfer, wenn diese Liebe auch schon einmal enttäuscht wurde. Mosebach gelingen perfekte Miniaturen, besonders, wenn er über das Leben an sich und am Golf von Neapel in Sprichwörtern schreibt. Die alte Maria ist voller Lebensweisheit:
"Hoffnungen für die Zukunft? Man möge sich freuen, wenn sie dem heute gleicht. Das Heute aber ist nichts anderes als der frischeste Ausdruck dessen, was immer da war. Wer das weiß, versteht zu leben."
Die Römischen Tageszeiten vermitteln mehr Authentizität als jeder Reiseführer, die Sxchilderungen der Marienfrömmigkeit beeindrucken in ihrer Schlichtheit und die Hymnen auf die italienischen Autobauer funkeln vor Eleganz wie die automobilen Klassiker.
Ein wahrhaft empfhelenswertes Lesevergnügen!
Das Land der Sehnsucht, nicht erst seit Mignons wunderbaren Versen, erscheint hier aus anderer Perspektive. Die Augen der Liebe sehen schärfer, wenn diese Liebe auch schon einmal enttäuscht wurde. Mosebach gelingen perfekte Miniaturen, besonders, wenn er über das Leben an sich und am Golf von Neapel in Sprichwörtern schreibt. Die alte Maria ist voller Lebensweisheit:
"Hoffnungen für die Zukunft? Man möge sich freuen, wenn sie dem heute gleicht. Das Heute aber ist nichts anderes als der frischeste Ausdruck dessen, was immer da war. Wer das weiß, versteht zu leben."
Die Römischen Tageszeiten vermitteln mehr Authentizität als jeder Reiseführer, die Sxchilderungen der Marienfrömmigkeit beeindrucken in ihrer Schlichtheit und die Hymnen auf die italienischen Autobauer funkeln vor Eleganz wie die automobilen Klassiker.
Ein wahrhaft empfhelenswertes Lesevergnügen!
... link (0 Kommentare) ... comment
Steht Europa am Scheideweg?
lysander berlin, 17:38h
Deutschland hat sich zu Recht nach dem Krieg für die europäische Integration entschieden und diese als neue, besonders intensive Form der Zusammenarbeit mit seinen Nachbar verstanden. Nach dem Fall der Mauer konnten endlich auch die Staaten Mittel- und Osteuropas in freier Selbstbestimmung an der Europäischen Union teilhaben.
Die EU ist ein Zusammenschluß von heute 27 Staaten mit jeweils eigener Sprache, Kultur und Tradition. Doch alle stehen auf dem Fundament der abendländischen Tradtion.
Alle Mitgliedstaaten eint der Wille, friedlich zusammenzuleben, durch den Binnenmarkt den Wohlstand zu mehren und in der sich wandelnden Welt gemeinsam aufzutreten.
Daß es hierbei jeweils graduelle Unterschiede gibt, schadet solange nichts, wie die Grundtendenz von allen getragen wird. Alle Mitgliedstaaten, gerade auch Deutschland, haben unendlich von der Gemeinschaft/Union profitiert. Wir blicken auf eine Friedens- und Wolhstandsära zurück, die sich in den 1950er Jahren niemand zu erhoffen gewagt hätte.
Dieser wertvolle Zustand muß bewahrt werden. Dazu braucht es nicht nur - wie im Moment - viel Geld, sondern vor allem auch die positive Einstellung gegenüber der EU.
Platte Stimmungsmache des Boulevards hilft niemandem und geht inhaltlich auch an den wahren Problemen völlig vorbei.
Die europäische Einigung ist ein andauernder Prozeß, der fortwährender Anstrengungen und nicht zuletzt auch kluger institutioneller Reformen bedarf.
Die Lehre aus der derzeitigen Griechenlandkrise darf nicht weniger Europa, sondern muß vielmehr mehr Europa lauten.
Die EU ist ein Zusammenschluß von heute 27 Staaten mit jeweils eigener Sprache, Kultur und Tradition. Doch alle stehen auf dem Fundament der abendländischen Tradtion.
Alle Mitgliedstaaten eint der Wille, friedlich zusammenzuleben, durch den Binnenmarkt den Wohlstand zu mehren und in der sich wandelnden Welt gemeinsam aufzutreten.
Daß es hierbei jeweils graduelle Unterschiede gibt, schadet solange nichts, wie die Grundtendenz von allen getragen wird. Alle Mitgliedstaaten, gerade auch Deutschland, haben unendlich von der Gemeinschaft/Union profitiert. Wir blicken auf eine Friedens- und Wolhstandsära zurück, die sich in den 1950er Jahren niemand zu erhoffen gewagt hätte.
Dieser wertvolle Zustand muß bewahrt werden. Dazu braucht es nicht nur - wie im Moment - viel Geld, sondern vor allem auch die positive Einstellung gegenüber der EU.
Platte Stimmungsmache des Boulevards hilft niemandem und geht inhaltlich auch an den wahren Problemen völlig vorbei.
Die europäische Einigung ist ein andauernder Prozeß, der fortwährender Anstrengungen und nicht zuletzt auch kluger institutioneller Reformen bedarf.
Die Lehre aus der derzeitigen Griechenlandkrise darf nicht weniger Europa, sondern muß vielmehr mehr Europa lauten.
... link (0 Kommentare) ... comment